Gruppe Gummi K

“Wie eins zum andern kam”

 

Knetgummianimation, 12 Minuten

 

Gruppe Gummi K

 

 

1. Szene: Ein Loft in New York, 1989

 

Klaus Biesenbach und zwei Tänzer im Hintergrund

Er schaut auf einen Fernseher, in dem gerade Nachrichten über die Wiedervereinigung kommen.

 

The unimaginable has happened: The iron curtain has gone down – a new age arises. East and west are united in tears of joy. Huge crowds converged on the Brandenburg Gate, where an impromptu street party broke out.

West German Chancellor Helmut Kohl has just interrupted his state visit to Warsaw and rushes to West Berlin.

The political creme de la creme takes part in the gorgous happening: Theo Waigel, Wolfgang Schäuble, Franz Schönhuber, the Lords Alexander von Stahl and Otto von Habsburg and Antje Vollmer from the Greens.

Biesenbach: Dieser Moment, Augenblick und diese Stunde, diese Unauslotbarkeit der Empfindungsdimensionen !

Jaa, jetzt aufbauen, abschöpfen, zusammenfügen! Ich muß heim.

 

 

2. Szene: Galerie Maenz in Köln, 1990

 

Der Galerist Maenz geht auf und ab vor einem Bild von Anselm Kiefer.

Der Sammlersong:

 

Bei Art & Language siebzehn, bei Kiefer 5000 mit Sicherheitspersonal.

Ich schloß die Galerie, wurde konsequent Privatier

zuviel Mob auf dem Gallery-Hop, zuviel Masse, zu satt.

Ich war Unternehmer, selbständig, schnell, ganz allein.

Jetzt bin ich Sammler – beharrlich, bewahrend, ganz allein.

 

Ich bin ein Monolith und distanziert zur Ebene.

Die Stadt ist zu eng geworden, hat kein Bewußtsein mehr.

Ich bin ein Monolith und meine Sammlung einzig.

Ich bin ein Scheinwerfer und meine Sammlung strahlt.

Ich suche einen Ort.

Ich suche eine Ebene, die zum Schattenwurf taugt.

 

 

3. Szene: Kunstwerke Berlin, 1995

 

Eine Explosion am Eingang.

Ein Dialog zwischen den Kuratoren Biesenbach und Schafhausen im Ausstellungsraum.

 

Schon wieder ein Anschlag !

 

Das strapaziert unsere repressive Toleranz bis zum Äußersten.

 

Wir verlassen endgültig diese Subkultur – Stasimethoden, Demagogie, Sozialneid, das ist beispiellose kulturelle Empfängnisverhütung.

 

Ideologiefreiheit braucht neue Partner.

 

Aber ohne kulturelle Bezüge…

 

…aber ohne Raum?

 

Erstmal vor Ort renovieren, dann expandieren.

 

Aktionsraum Osten… aber sehr riskant?

 

Der Unternehmer als Risktaker, das ist meine Persönlichkeitsstruktur.

 

Jetzt aber nichts falsch machen.

 

Nur das Personal wechseln. Die kreativen Ressourcen müssen einfältiger werden.

 

Positionen der 90er entdecken, aufzeigen, museumsfähig machen.

 

Aufbauen, abschöpfen, zusammenführen.

 

Und der Ort?

 

Wir nehmen alles. Eine gewisse site-spezifische Brisanz kann nicht schaden.

 

Entstigmatisierungsarbeit leisten !

Welcher Ort ist denn schon nicht besetzt ?

 

Neueinbindung in den Kulturraum…

 

… umgeben von rivalisierenden Jugendbanden und revitalisierendem

Geschichtsambiente.

 

Jenseits von gut und böse…

 

zwischen Buchenhaus und Bauwald !

 

 

Eine gelbe Mauer wird gezeigt.

(Der Vorschlag zur Gestaltung des Lustgartens auf der Museumsinsel von Gerhard Merz)

Gerhard Merz ruft: Dreiiißisch Meter Lichtloser Römischer Ocker!

 

 

4. Szene: Australien, 1995

 

Ein Telefongespräch

 

Kiefer?

 

Hi Paul !

Here in this other Kulturraum my Existenskrise is getting better and better.

Weimar?

I heard about it. It is supposed to be Kulturhauptstadt 1999?

Anyway an important place.

But your sammlung are nearly only my pictures?

What a great responsibility for me. I`m honored.

How much Kies?

Ok, how many Sand muß ich liefern?

5. Szene: Weimar, 1996

 

Im Sandkasten, Chor der KünstlerInnen

Wenn es nicht weitergeht im Cyberraum, wenn ich meinen Differenzfeminismus in textilem Gestalten ausdrücke…

Es ist nicht einfach, aber es geht mit Kunst.

Es ist nicht einfach, aber es geht mit Kunst.

 

Wenn ich an der Relevanz verzweifle, wenn ich den Kontext wechseln muß …

Es ist nicht einfach…

 

Wenn`s mir in Weimar ins Zelt reinpisst. Eigentlich wollte ich nie in einem Gauforum ausstellen.

Es ist nicht einfach…

 

I hope you see that I´m the other here

It is not easy but it goes with art.

Wie man von Weimar nach Kassel kommt, wie ich ein Konzept ohne Künstlerliste vortrage.

Es ist nicht einfach…

 

Und hoffentlich ist diesmal kein Tafelbild dabei.

Es ist nicht einfach…

 

 

6. Szene: Weimar, vor dem Goethehaus

 

Nietzsche, Schiller, Goethe und Beuys erscheinen im Traum.

 

Das Unternehmen, hevorzuragen. Gipfelmassive am Horizont.

Er, der Heros steht, das Bein leicht aber kraftvoll angewinkelt.

Welch eine Geschichts-Subjekt-Akkumulation!

Vergessen hieße Anarchie, Niedergang aller formidablen Füße, Oberschenkel und Schulterblätter, die trotz der Paarung des Geistes mit dem Leib, Bewußtseinuntertanen sind.

Charisma haben und schließlich kulturellen Humus bilden,

welch ein Schicksal, welch eine Herausforderung.

Das Erbe antreten, wachsen, und wenn auch im kleinen zunächst, dann größer und größer werden.

Die Beziehungen pflegen, den Führungsstil schleifen,

ein wenig nach unten treten und sich allmählich zum Groß-Subjekt runden.

 

 

Abspann

 

“Nach Weimar” ist eine vom ehemaligen Kölner Galeristen Paul Maenz angeregte Ausstellung. Sie findet Ende Juni im Rohbau des dortigen Landesmuseums statt, das mit dem NS- Gauforum baulich verknüpft ist. Sie funktioniert als Aperto für den Kulturhauptstadt-Weimar-Betrieb 1999 und die dortige ständige Präsenz der Sammlung Maenz im dann rekonstruierten Museum. Für die Künstler ist mit der Teilnahme das Versprechen verbunden, nächstes Jahr in den Großausstellungen – Münster, Kassel, Venedig – dabei zu sein.

Die klassizistisch-nationale Aufladung macht Weimar als Standort für neudeutsches Kulturverständnis reizvoll. Die Kuratoren der Ausstellung, Nikolaus Schafhausen und Klaus Biesenbach, dealen mit den Slogans: “Entstigmatisierung”, “Zwischen Bauhaus und Buchenwald”. Dieser Appeal wird als sitespezifische Attraktion einer ansonsten konzept- und inhaltslosen Ausstellungsepisode benutzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Wie eins zum andern kam” basiert auf einer längeren Diskussion über neokonservative Kulturpolitik, die verstärkt nach der Wende einsetzte. Der Film wurde als eine Art Vorkritik zur Ausstellung “Nach Weimar” (Kuratiert von Biesenbach / Schafhausen, Weimar 1996) produziert. Er wurde von Studenten der dortigen Hochschule für Gestaltung auf der VIP-Party zur Ausstellungseröffnung in Weimar eingechleust und lief gleichzeitig an verschiedenen anderen inoffiziellen “Kunstszene”-Orten – in Hamburg (Pudelsclub), Köln (Sixpack, Stadtgartenkino), Berlin, München, Leipzig, Stuttgart und Düsseldorf.

Der Film zeigt verschiedene Episoden, die schließlich zur Ausstellung führen und greift damaligen Gossip, Pressemitteilungsäußerungen und Konzepte der Ausstellung auf.

 

Eine Bildstrecke zum Fillm wurde in Texte zur Kunst, August 1996 veröffentlicht.

 

Gruppe Gummi K war eine temporäre Konstellation. Sie entstand während der “Tage zum didaktischen Lied”, die im Sommer 1996 von “Klasse 2″ / “Microstudios Surplus” organisiert wurden.

Die Gruppe bestand aus: Alice Creischer, Martin Ebner, Christoph Keller, Ariane Müller, Andreas Siekmann, Niko Siepen, Josef Strau, Klaus Weber, Amelie Wulffen

 

 

 

 

 

 

Parapolitics

Parapolitics: Cultural Freedom and the Cold War

HKW – Haus der Kulturen der Welt
Berlin

Exhibition
Nov 3, 2017 – Jan 8, 2018

Curated by Anselm Franke, Nida Ghouse, Paz Guevara, and Antonia Majaca

With works by Art & Language, Doug Ashford, Michael Baers, Antonina Baever, Alessandro Balteo-Yazbeck (mit Media Farzin & Paolo Gasparini), Romare Bearden, Samuel Beckett, Lene Berg, Broomberg & Chanarin, Fernando Bryce, Daniel Buren, Luis Camnitzer, Alice Creischer, Didactic Exhibition, Liu Ding, Charles & Ray Eames, Miklós Erdély, Peter Friedl, Liam Gillick, Sheela Gowda, Philip Guston, Gruppe Gummi K, Max de Haas, Chia-Wei Hsu, Iman Issa, Voluspa Jarpa, David Lamelas, Norman Lewis, İlhan Mimaroğlu, Moiseyev Dance Company, Museum of American Art in Berlin, Irving Norman, Guillermo Nuñez, Branwen Okpako, Boris Ondreička, Nam June Paik, Décio Pignatari, Howardena Pindell, Sigmar Polke, Rebecca H. Quaytman, Walid Raad, Steve Reich, Ad Reinhardt, Gerhard Richter, Faith Ringgold, Norman Rockwell, Peter Roehr, Martha Rosler, Charles Shaw, Yashas Shetty, Francis Newton Souza, Frank Stella, The Otolith Group, Endre Tót, Suzanne Treister, Twins Seven Seven, Josip Vaništa, Wolf Vostell, Susanne Wenger, and others

 

Gruppe Gummi K: Wie eins zum andern kam
(Alice Creischer, Martin Ebner, Christoph Keller, Ariane Müller, Andreas Siekmann, Nicolas Siepen, Josef Strau, Klaus Weber, Amelie von Wulffen)
Clay animation video, 12 min, sound, 1996

 

After the Second World War, the battle of the systems also embroiled the arts and culture in a symbolic arms race. One example of this was the Congress for Cultural Freedom (CCF), an organization founded in West Berlin in June 1950 by a group of writers driven to consolidate an “anti-totalitarian” intellectual community. From its headquarters in Paris, the CCF subsidized countless cultural programs from Latin America to Africa and Southeast Asia, developing a network of journals, conferences, and exhibitions that advanced a “universal” language of modernism in literature, art, and music. By 1967, it was revealed that the CCF was secretly bankrolled by America’s espionage arm, the Central Intelligence Agency. The CIA scandal confirmed that the CCF had been enlisted in shoring up an anti-Communist consensus in the service of U.S. hegemony during the cultural Cold War. The disclosure destroyed the CCF’s reputation, exposing the ideological contradictions and moral ambiguities of advocating freedom and transparency by means that were themselves outside of democratic accountability.
Parapolitics: Cultural Freedom and the Cold War is devoted to the global dimension of cultural politics in the Cold War and to the changing meanings and aims assigned to modernism. Departing from an examination of the interdependencies between the political and aesthetic struggles of the era, the exhibition further reflects the ideological foundations of the conflict lines of today’s global contemporary art.
The friction between the political use of art and artists’ striving for autonomy is the focus of the exhibition. The artworks and archival materials on show explore the ideological contradictions and echoes of the postwar U.S. “freedom offensive.” Contemporary contributions deal with the legacy of the Cold War while looking into the relationship between political engagement and critical detachment. The show furthermore stages artworks from the 1930s to the present day that reflect the ideologically inflated contrast between abstraction and realism or are concerned with the question of artistic freedom and its forms. Archival materials, including influential international postwar journals that were initiated or supported by the CCF, illustrate how modernism became a signifier for individual freedom and was instrumental in establishing Western cultural hegemony in the 20th century.

An English-language, extensively illustrated publication will be issued in spring 2018. Pre-order at publikationen@hkw.de

Exhibition
Nov 3, 2017–Jan 8, 2018

Daily (except Tue)
11am–7pm
Closed on Dec 24–26 & 31
Open Jan 1, 2018

Conference
Dec 15 & 16

 

 

Re-imagining Utopia [The Auroville Project]


Re-imagining Utopia [The Auroville Project]
Carolina Andreasson, Jessica Bjöhrn, Andrew Burton, August Bällgren, Christoph Draeger, Martin Ebner & Ariane Müller, Charlotte Hedberg, Swetlana Heger, Heidrun Holzfeind, Elka Krajewska & Gregor Neuerer, Tryggve Lundberg, Gazi Mrah, Klaus Weber und Olav Westphalen

&

From Without and From Within [The Auroville Project]
Christoph Draeger and Heidrun Holzfeind

Kunstpavillon Innsbruck, Austria
September 7 – November 11
opening September 7, 7 pm

 

At last a place where one will be able to think of the future only.
(The Mother)
The alternative community Auroville was founded 1968 in Southeast India by French philosopher Mira Alfassa (The Mother).

[The Auroville Project] looks at how the utopian ideals of the community – no private property, no money, no rules, no religion – in short: divine anarchy, are lived today, almost 50 years later. It investigates how relationships between humans and nature, an ecological and sustainable lifestyle, spirituality and political ideals of self-development and collectivism can be re-imagined today.

Auroville is a social experiment dedicated to continuous education and research on human nature (the search of the inner being) that thrives for human unity through a state of higher consciousness. As one of the few alternative communes born in the 1960’s it does not only still exist, but is actually growing and thriving. Nevertheless the goal of building a city of 50,000 inhabitants in the form of a galactic spiral is far from being achieved after 50 years.

In 2018, Auroville will be celebrating its 50th anniversary. Although Auroville has a rich tradition of experimental architecture, and although Aurovilians keep emphasizing the importance of creative expression, it is still almost devoid of public or contemporary art. This spring Draeger and Holzfeind organized a workshop titled Re-imagining Utopia with students at the Umeå Academy of Fine Arts to dream up possible interventions and proposals for public artworks in Auroville. For the [The Auroville Project] exhibition they furthermore asked artist friends and colleagues to contribute works to the Re-imagining Utopia show, that reflect on the idea of a utopian community in the 21st century.

With works by:
Carolina Andreasson, Jessica Bjöhrn, Andrew Burton, August Bällgren, Christoph Draeger, Martin Ebner & Ariane Müller, Charlotte Hedberg, Swetlana Heger, Heidrun Holzfeind, Elka Krajewska & Gregor Neuerer, Tryggve Lundberg, Gazi Mrah, Klaus Weber und Olav Westphalen

 

 


Ariane Müller & Martin Ebner: The Near Future, 2012

 

 

 

Ist Eros der eben jetzt von mir beobachtete Planet?


Ist Eros der eben jetzt von mir beobachtete Planet?

Gottlob Frege, Ludwig Wittgenstein und ((4×3)+12) Versuche über die logische Struktur der Welt

Eine Ausstellung im Kunstverein Goldberg vom 19. August 2017 bis zum 08. Oktober 2017
Eröffnung am 18. August 2017

mit Arbeiten von Josef Dabernig, Martin Ebner, Andreas Fogarasi, Bernhard Frue, Kathi Hofer, Roland Kollnitz, Ingo Nussbaumer, Wendelin Pressl und Markus Hofer, Anja Ronacher, Simon Wachsmuth, Anita Witek, Otto Zitko, Heimo Zobernig

Zusammengestellt von Gregor Schmoll

Goldbergkunst e.V.
Lange Straße 76
19399 Goldberg

 

 

Martin Ebner, Problem
Video, silent, 30 min., 1995

 

Zwei Seelen

Ariane Müller

Die zwei Tischtennisbälle, die hinter Blumfeld, einem älteren Junggesellen herhüpfen, erscheinen mir, so wie sie Franz Kafka beschreibt, wie zwei plötzlich eigenständig agierende Identitäten, die sich aus dem Ensemble von Identitäten die Blumfeld ausgemacht haben, herausgelöst haben und nun ein Eigenleben entwickeln. Dieses ist zwar an ihn gebunden, es ist eigentlich sein Leben, aber er kann die zwei abgespaltenen Subjektivitäten nicht kontrollieren. Sie beginnen, auf sich aufmerksam zu machen, sie machen andere auf ihn aufmerksam. Sie hüpfen um ihn herum und folgen ihm überallhin. Sie machen Geräusche, jenes ping pong, oder eben tic tac, und sind damit recht eigentlich ein Tick, eine aus einem herausbrechende Bewegung. Sie sind ihm lästig und sie zwingen ihn zu einigen lächerlichen Aktionen. Im Versuch, sie wieder unter Kontrolle zu bekommen, sie zu fangen – was ihm bei einem gelingt–, erliegt er schliesslich der Lächerlichkeit dieses Unterfangens. Und er gibt auf. “Es ist zu entwürdigend solche Massnahmen gegen zwei kleine Bälle zu ergreifen” (two balls?). Er sperrt sie daraufhin in den Schrank, so wie viele solche einem unangenehmen Identitätsteile, wegen denen man sich schämt, die sich abzuspalten drohten, indem sie ein zu offensichtliches anderes Leben forderten, in den Schrank gesperrt wurden, oder, wie es im Fall der erzwungenen Unterdrückung von Sexualität genannt wurde in the closet. Und er beschließt sie sicherlich und in nächster Zeit zu zerstören. Eben sicherlich bald, aber sicher nicht jetzt. Er weiß, er muss es, aber er kann es nicht jetzt. Aber er muss, er wird es demnächst machen. Stattdessen schickt er zwei Kinder in die Wohnung, die er seinen zwei vorher erfolgreich für den äusseren Schein in the closet gesperrten Identitäten (balls?) überantwortet. Blumfeld hat kein Problem, aber er hat ein Problem damit, dass etwas auf ihn aufmerksam macht, dass ihn etwas, das mit ihm zu tun hat, am Schlafen hindert – sie machen zuviel Lärm unter seinem Bett. Sie werden ihm zum Problem, aber es gelingt ihm, dieses Problem in the closet zu sperren. Wo es herumrandalieren kann, und warten, ob jemand den Schrank öffnet.

In Martin Ebners Film Problem, der im Umkreis von You Never Know, einer aus drei Personen – inklusive Martin Ebner – bestehenden Künstlergruppe entstanden ist (und in dem gemeinsamen Studio), könnten es nun Platzhalter für die drei Personen selbst sein, die in jenem für sie dunklen Raum miteinander und gegenseitig agieren (das Kunstfeld, etc.). Es könnten aber natürlich auch drei unterschiedliche Identitäten sein, die in diesem leeren Körpersack agieren, von ihm in ihren Bewegungen limitiert werden, und ihn wegen der Unterschiedlichkeit, der von ihnen intendierten Richtung zu jenen Konvulsionen und Zuckungen bringen, ihn sich hin und herwälzen lassen. Das Problem ist, dass sie voneinander nicht wirklich wissen, sich nur als Hindernisse wahrnehmen, in diesem von ihnen gemeinsam bewohnten Körper. Der ja von aussen wie eine irrationale, lächerliche, von bedrohlichen Zuckungen gequälte Einheit erscheint. Dieser Körper mit seinen drei Seelen, die ja auch eine kugelförmige Gestalt haben (und von denen sich jeweils eine in einem Fussball befindet – dagegen: Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) Zu den Gefilden hoher Ahnen.).

Starship Screenings at the Pool






Sa, 12.8. 4.00 pm

Starship Screenings at the Pool
»(Almost) Silent Movies«
selected by Martin Ebner

 

Works by

Lili Dujourie
Joan Jonas
Takashi Ito
Shigeko Kubota
Karole Armitage – Charles Atlas


accompanied by Theresa Patzschke and Martin Ebner

 

TROPEZ

Sommerbad Humboldthain
www.tropeztropez.de
Wiesenstraße 1, 13357 Berlin


There is a constant, well balanced flow of noises inside the Humboldthain summer pool area. Underwater gurgles, smaller and bigger splashes, a multitude of voices in the air, cries, squeals, and shouts of joy, excitement or outrage. Whisperings in the wardrobe. The far away humming of the city. The occasional voice of authority through the speaker system. In a world of atomic microprecision overall time is approaching 4 p.m.

Ladies and Gentlemen, welcome to the (Almost) Silent Movie Hall. It is comfortaby cool and shady inside. There will be a screen with colors, movements and flickers. There will be two-dimensional men and women, some in black and white, and some of them lonely. Old animals in short trousers will sing and dance. Chairs will be elevated and tables shifted. There will be more than one short pause. Here the (almost) silence comes in. (Almost) silence is not really silent, it is an improved version of the well known not so silent silence, but please feel free to find out for yourself.

Martin Ebner is an artist, Theresa Patzschke is a musician and writer, both based in Berlin.

Es gibt einen konstanten, gut balancierten Fluss an Geräuschen innerhalb des Sommerbades Humboldthain. Unterwassergurgeln, kleine und größere Platscher, eine Vielzahl von Stimmen in der Luft, Heulen, Quietschen und Schreie der Freude,  Aufregung oder Empörung. Geflüster in der Garderobe. Das ferne Rauschen der Stadt. Die Stimme der Autorität über die Lautsprecheranlage. In einer Welt der atomaren Mikropräzision wird es langsam 16 Uhr.

Sehr geehrte Damen und Herren, willkommen zum (beinahe) stillen Kino. Hier ist es angenehm kühl und schattig. Es gibt eine Projektionswand mit Farben, Bewegungen und Lichtblitzern. Es werden zweidimensionale Männer und Frauen da sein, manche sind schwarz-weiß, und manche einsam. Alte Tiere in kurzen Hosen werden singen und tanzen. Stühle werden angehoben und Tische verschoben. Es gibt mehr als eine kurze Pause. Hier tritt die (beinahe) Stille auf. (Beinahe) Stille ist nicht wirklich still, sie ist eine verbesserte Version der nicht ganz so stillen Stille, aber überzeugen sie sich doch bitte selbst.

Martin Ebner ist Künstler, Theresa Patzschke ist Musikerin und schreibt, beide leben in Berlin.







SA 29.7. 4 pm
Starship Screenings at the Pool

1980
A program with experimental video works, circulating around the year when Ronald Reagan became president.


Works by

Steina and Woody Vasulka
Carolee Schneemann
Ed Emshwiller
Dara Birnbaum
Chris Burden
Nam June Paik
Bruce Conner
Stan Vanderbeek
Zbigniew Rybczynski
Nam June Paik
Pipilotti Rist


Selected by Martin Ebner

In 1980, many of the happy, youthful visitors of the Humboldthain pool are not even a concept on their parents’ horizons. These days questions and difficulties motivating the early phase of electronic video art are hard to imagine for those who are used to today’s omnipresent image production via smartphones and internet.
On Saturday there will be an opportunity to dive into this special, slightly too blurry, silent and loud, raw, often witty, sometimes slow or a bit too quick language of images, like a time machine parallel to the acoustic and visual turbulent joy of the summer pool.

Martin Ebner is an artist based in Berlin. He is co-publisher of the magazine Starship together with Gerry Bibby, Nikola Dietrich, Ariane Müller, and Henrik Olesen.

Tropez is a space for art inside the public pool Sommerbad Humboldthain initiated by Nele Heinevetter. For the first summer exhibition POOL, artists, performers, musicians, authors, and curators will mingle with the guests of Berlin’s most beautiful public pool, among them Søren Aagard, Broken Dimanche Press, Marvin Gaye Chetwynd, Creamcake, Sofia Duchovny, John Matthew Heard, Hervé Humbert, Michael Kleine, Kris Lemsalu, Zoë Claire Miller, Alejandro Almanza Pereda, Mary Audrey Ramirez, Jen Rosenblit, Starship, Markus Wirthmann, and Samson Young.

Tropez is also a kiosk. Every day from 10 am to 6 pm.

 

TROPEZ

Sommerbad Humboldthain
www.tropeztropez.de
Wiesenstraße 1, 13357 Berlin



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Shadow Projector – 14n61w

 

Ariane MÜLLER, Martin EBNER
Shadow Projector
17.06 – 29.07.2017

espace d’art contemporain 14°N 61°W
Place de l’Enregistrement
97200 Fort de France – Martinique FWI

 

Ariane MÜLLER, Martin EBNER
Shadow Projector

June 17 – July 29 2017

caryl* ivrisse – crochemar & [ creative renegades society ] are pleased to welcome and present the exhibition of Berlin based Austrian artists, Ariane Müller and Martin Ebner.

For their exhibition titled “Shadow Projector” at espace d’art contemporain 14°N61°W Ariane Müller and Martin Ebner create an artistic environment which blends aspects of the bourgeois interior with the perception of the outside and public through drawings, prints, and a video installation.

The color primary blue was used as the starting point of the artists collective process to translate a list of words, and related concepts into the space. This effort initially started in Berlin and got modified and adapted through the development of the installation in the context of Martinique and the specific situation of the gallery space.

A joint large blue drawing of leaves of Monstera foliage evokes the famous cut outs of Henri Matisse, La Piscine. This association is not involuntary, it hints to Matisse reduction of painting to form and color, that relied on objectification and a reduction of concepts, and persons to a consumable image.

As an architectural intervention, one of the two entrances connecting the two main exhibition spaces is blocked through a lightweight wooden grid, also painted in blue. Through this limitation of choice of entrance, the plant’s presence in the room gets enhanced, and an inside-outside relation is established.

In Martin Ebner’s video installation, a white rotating „hand spinner“ shape is used to uncover some hidden formal aspects of this popular object, changing its appearance from a toy to a tool, to a face, and while rapidly spinning, even a flower or a star.

And on the large wall to the right, extending the space towards the imaginary, Ariane Müller’s life sized prints of doors are playing with different techniques of creating a realistic image, that clashes with the unlikeliness of its content.

In extension and addition to their exhibition, Martin Ebner and Ariane Müller will conceive an audiovisual presentation at the gallery, focusing on former works and developments of the two artists, as well as presenting the newest issue of STARSHIP Magazine, an international bilingual art magazine focussing on contemporary art and writing, which they publish together with Nikola Dietrich, Gerry Bibby and Henrik Olesen in Berlin.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch

 

 

STARSHIP #16 release

We would like to invite you to celebrate with us
the new issue of Starship.

On the afternoon of Sunday, May 28, 2017
between 4 and 7 p.m.
in front of Möbel Olfe.

Dresdener Strasse 1
10999 Berlin

Gerry Bibby, Nikola Dietrich, Martin Ebner, Ariane Müller, Henrik Olesen

Starship #16

with contributions by

Søren Andreasen, John Allan MacLean, Tenzing Barshee, John Beeson, Leo Bersani, Gerry Bibby, Matt Billings, Kaucyila Brooke with Vickie Aravindhan, Louis Coy, Boz David, Jennifer Green, Blake Jacobsen, Tyler Lumm, Giselle Morgan, Ace Shi, AJ Strout, and Josh Winklholfer, Mercedes Bunz, David Bussel, Octavia E. Butler, Bonnie Camplin, Leidy Churchman, Eric D. Clark, Jay Chung, Hans-Christian Dany, Katja Diefenbach, Nikola Dietrich, Francesca Drechsler, Martin Ebner, Sokol Ferizi, Stephanie Fezer, Julian Göthe, Michèle Graf, Selina Grüter, Karl Holmqvist, Cornelia Herfurtner, Nadira Husain, David Iselin-Ricketts, Monika Kalinauskaite, Heinz Peter Knes, Jakob Kolding, Michael Krebber, Klara Liden, Q Takeki Maeda, Robert McKenzie, Robert Meijer, Ariane Müller, Christopher Müller, Henrik Olesen, Mark von Schlegell, Dan Solbach, Natasha Soobramanien, Katrin Trüstedt, Evelyn Taocheng Wang, Scott C. Weaver, Luke Williams, Amelie von Wulffen, Florian Zeyfang


Cover: Klara Liden, 410 meters, May 22, 2017
Ink on 1000 copies of Starship

We would like to thank to Jacob Fabricius, Trine Friis Sørensen, and the whole team of Kunsthal Aarhus, where we produced this issue of Starship in April 2017 during our stay for the Timeshare project.

 

Pure Fiction

 

- Pure Fiction Independent Art Bookfair, Frankfurt am Main -

 

Pure Fiction Independent Bookfair is a one day event and will take place
on Friday the 28th of April in the Staedelschule in Frankfurt am Main.
Independent art book publishers from around the globe are invited to set
up stall, sell their merch and have a good time.

Pure Fiction Independent Bookfair is initiated and organised by Pure
Fyction, a writing / performance seminar run by art writer and sf novelist
Mark von Schlegell and collaborating students. Staedelschule is a
contemporary fne arts academy in Frankfurt am Main, Germany.

For a fee of 30 euros to cover running costs, guests will receive a table, 2
chairs and possible wallspace. Earliest responders will have frst choice of
placement.
Space and support will be available for lectures and special presentations.
Every guest is invited to make a presentation during the day.
Reserve your table and take part in the 2017 Frankfurt am Main
Independent Art Book Fair.

 

 

The Timeshare Project

 

Kunsthal Aarhus
J. M. Mørks Gade 13
Aarhus, Denmark

Exhibition
31.Mar.2017 – 03.Jun.2017

The Timeshare Project – Kunsthal Aarhus 100 Years

REAL DMZ PROJECT
Starship Magazine
SALT
Rond-Point Projects
Eastside Projects

Like a timeshare holiday home, Kunsthal Aarhus will host five international art institutions in the spring of 2017. Each taking turn, they will present weeklong curatorial and editorial projects in the kunsthal’s octagonal exhibition space, for example in the form of talks, performances, screenings, displays, installations or editorial meetings. Following these five visits, the institutions will produce individual publications, which constitute the project’s second timesharing format. By transporting the reader back to recent, distant or virtual pasts – or into the future, a publication effectively serves as a time machine that grants us access to other moments in time.

In 2017 Kunsthal Aarhus celebrates its 100th anniversary. As a kunsthal in the original sense of the term, Kunsthal Aarhus does not have a collection where we can consult and negotiate this century of exhibition making. The Timeshare Project in turn substitutes recollection with timesharing as a collective, border-crossing contemporary practice.

Project period: 31 March–3 June, 2017
Opening: 31 March, 5pm

 

 

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Swiss Cheese Plant

 

Ariane Müller
Martin Ebner

SWISS CHEESE PLANT

02.04. – 14.05. 2017

Kunstverein Göttingen

Altes Rathaus
Markt 9
37073 Göttingen

Opening hours
Tue – Sun 11–17 Uhr

Vernissage
Sun, 02. April 2017, 11.30 a.m.

Swiss Cheese Plant shows collaborative and individual works of Berlin-based artists Ariane Müller and Martin Ebner, originating in the specific spatial structure of the Kunstverein Göttingen’s location at the old town hall. This historical space, which was built for the self-representation of the town’s bourgeoisie, has gone through easily discernible architectural transformations, and now presents itself as an enfilade of rooms resembling the bourgeois flat. The exhibition comments on this space in various ways. In Martin Ebner’s work, the public and its realisation in the square, is inscribed in the interior space, shifting and enlarging the actual room. Ariane Müller’s work deals with a flat’s interiors and their hidden spaces. The bourgeois  home is constituted by representational rooms and their counterpart of hidden spaces, service corridors, and servants dwellings – mirroring Freud’s analysis of the self. This links to literary references (»The Door in the Wall«, H. G. Wells), as well as to images directly drawn from dreams (entering an unknown room in one’s own apartment), which in their unambiguity were templates for a porn film famous for focusing on female sexuality (»Behind the Green Door«, A. + J. Mitchell).

The houseplant and the mouse are two very different elements of nature within the flat. The Swiss cheese plant serves as decoration and backdrop of the depiction of controllable and decorative feminity in the interiors (in Matisse nude drawings, e.g). The mouse, formerly dreaded  companion of the human,  is—as we can see in its frequent use as a comic character—now controllable, and from its anarchic beginnings, which in the character of Mickey Mouse hints at its origins in slave work in the US south, has changed itself into a law obiding citizen. A blustering, cursing household robot has taken its place, which contrary to the mouse (but similar to the servants, who were by the way more dreaded for this), has the potential to monitor us and report its findings.

The decoratively lascivious shape of the Swiss cheese plant stems in the necessity to catch as much sunlight  as possible in the thick forest, where sun only occurs as sunspots. Biologists have, calculated that the layout of holes and surface provides a slight advantage to plants with entire leaves.  Within the psychedelic of a space made up of bright light and deep shade, spatial perception disperses and a new, dreamlike, in-between space comes about. The natural, mathematical precision of the plant is reflected by the mathematical logic of the animated image, which through calculations of pixels can confund us to see movement and space.

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Ausgangspunkt der Ausstellung Swiss Cheese Plant, die gemeinsame und einzeln entstandene Arbeiten der beiden Berliner KünstlerInnen Ariane Müller und Martin Ebner zeigt, ist das spezifische Raumgefüge des Göttinger Kunstvereins an seinem Standort im Alten Rathaus. Dieser historische Raum, der zunächst der Repräsentation des Bürgertums diente, ist, wie an der Architektur leicht ablesbar, durch mehrere Umgestaltungen gegangen und präsentiert sich nun in der Raumflucht einer großbürgerlichen Wohnung. Innerhalb der Ausstellung wird dieser Raum auf verschiedene Art kommentiert. In Martin Ebners Arbeit wird das Öffentliche, und seine Verwirklichung im Platz, in den Innenraum eingeschrieben und der eigentliche Raum damit erweitert. In Ariane Müllers Arbeit geht es um das Interieur und die versteckten Räume: Denn die großbürgerliche Wohnung beruht auf dem Gegenüber von repräsentativen und von versteckten Räumen – die privaten Zimmer und der Dienstbotenbereich – und damit auf einer Konstellation, die sich in der Freud’́schen Analyse der Seele niederschlug. So werden hier sowohl literarische Referenzen (»The Door in the Wall«, H. G. Wells) aufgerufen als auch Bilder, die direkt an Träume anknüpfen (Das Betreten eines unbekannten Zimmers in der eigenen Wohnung), die in ihrer Eindeutigkeit zur Vorlage für einen der berühmtesten Pornofilme wurden, der die weibliche Sexualität in den Vordergrund rückte (»Behind the Green Door«, A. + J. Mitchell).

Die Zimmerpflanze und die Maus sind in dieser Wohnung zwei sehr unterschiedliche Elemente der Natur und des Außen. Das Fensterblatt dient als Dekoration und Backdrop der Darstellung des kontrollierbaren und dekorativen Weiblichen im Interieur (in den Aktzeichnungen bei Matisse zum Beispiel). Die Maus, ehedem gefürchtete Begleiterin des Menschen ist wie wir in ihrer häufigen Verwendung als Comicfigur sehen, inzwischen kontrollierbar, und hat sich aus ihren anarchischen Anfängen, die bei Mickey Mouse noch direkt auf seine Herkunft als Sklave und Domestik in den Südstaaten verweisen, einstweilen selbst zum rechtsgläubigen Bürger gewandelt. An ihrer Stelle wuselt nun ein Haushaltsroboter polternd und fluchend durch die Räume, der im Gegensatz zur Maus – aber ähnlich den Domestiken, vor denen man sich allerdings weit mehr fürchtete, – die Potenzialität hat, uns zu überwachen und seine Wahrnehmung weiterzumelden.

Die dekorativ-lasziven Formen des Fensterblatts beruhen auf der Notwendigkeit dieser parasitären Pflanze möglichst viel Sonneneinstrahlung im Unterholz aufzufangen, wo diese nur als Sonnenflecken oder Sonnenpunkte vorkommt. Dabei haben Biologen berechnet, dass die Anordnung aus Löchern und Flächen einen minimalen Vorsprung gegenüber ganzblättrigen Pflanzen erzeugt. Innerhalb der Psychedelik eines solchen Raums aus hellem Licht und tiefstem Schatten löst sich die Raumwahrnehmung auf und es entsteht ein traumartiger Zwischenbereich. Dieser natürlichen mathematischen Präzision der Pflanze steht die mathematische Logik des animierten Bildes gegenüber, die aus der Berechnung von einander folgenden Pixeln dem Menschen Bewegung und Raum vorspiegeln kann.

Kuratiert von Anja Lückenkemper

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Zeichnung © Ariane Müller
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 Photos: Verena Kathrein

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radio athènes

 

 

 

The events are organized by the Goethe-Institut Athen as part of the ‘apropos documenta’ programme.
The presentation/talks will be held in English.
Radio Athènes is supported by Outset Contemporary Art Fund (Greece).
starship-magazine.org
goethe.de/ins/gr/el/kul/sup/apropos-documenta.html
radioathenes.org

SZ

 

FRIENDS WITH BOOKS: ART BOOK FAIR BERLIN 2016

Saturday & Sunday, 10 & 11 December 2016, 11–19h
Reception: Friday, 9 December 2016, 18-20h
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Free Entry

 

 

 

 

Review in Artforum, Dec 2016, print edition,
written by  Neringa Černiauskaitė:

Daylight

 

out now:

DAYLIGHT
Martin Ebner, Kitty Kraus
Brochure, 84 pages, English/Lithuanian
CAC – Contemporary Art Centre, Vilnius

With contributions by Tenzing Barshee, Mihaela Chiriac, Haytham El-Wardany, Monika Kalinauskaitė, Valentinas Klimašauskas, Ariane Müller, Audrius Pocius & Nicholas Matranga

Alexander Wolff with Sonia Leimer, Mandla Reuter, Starship & ztscrpt.net
The painters have finished

SVIT
Blanická 9
120 00 Praha 2
Czech Republic

12.11.-23.12., opening on Friday 11.11.16

 

Essai sur le don
Jahresgabenausstellung 2016
mit Arbeiten von
Martin Ebner, Karl-Heinz Eckert, Katja Eydel, Max Schmidtlein, Barbara Camilla Tucholski
04. Dezember – 31. Dezember 2016
Eröffnung am Sonnabend, 03. Dezember um 19 Uhr

KUNSTHALLE im E-Werk / Spieltordamm 5 / D-19055 Schwerin
www.kunstverein-schwerin.de

Mi – So 15 – 18 Uhr

Starship 15 Release



Starship 15

Neues Heft / New Issue: Out now

 

Präsentation / Presentation Berlin:
5. 11. 2016
ab 19:00 up to 23:00

Between Bridges
Keithstrasse 15
10787 Berlin

Performance by Michell Volta

Kunst und Ambiente, Drinks und Amusement

 

Abonnements / Subscription:


Abonnements für 3 Hefte ab dem laufenden Heft kann man hier bestellen:
redaktion@starship-magazine.org

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Kein Gang zum Buchhändler! Hefte kommen ins Haus.
Be the first to read!

Spezielle Preise / Huge Savings

 

Überblick / Overview:

 

 

Details:


Artists: Nadja Abt, Tenzing Barshee, Gerry Bibby, Mercedes Bunz, Lou Cantor, Nicolas Ceccaldi, Jay Chung, Hans-Christian Dany, Helmut Draxler, Francesca Drechsler, Martin Ebner, Jana Euler, Julian Göthe, Toni Hildebrandt, Karl Holmqvist, Judith Hopf, Stephan Janitzky, Jakob Kolding, Robert McKenzie, Maria Loboda, Nick Mauss, Robert Meijer, Ariane Müller, Christopher Müller, Eileen Myles, Gunter Reski, Mandla Reuter, Cameron Rowland, Julia Scher, Mark von Schlegell, Eva Seufert, Diamond Stingily, Wolfgang Tillmans, Vera Tollmann, Haytham El-Wardany, Nicole Wermers, Amelie von Wulffen, Stephanie Wurster, Florian Zeyfang

Editors: Nikola Dietrich, Martin Ebner, Ariane Müller, Henrik Olesen
New Editor: Gerry Bibby
Starship Nº 15 is published by Starship e.V.

Layout concept: Starship and Dan Solbach
Graphic Design: Philip Reinartz
Cover: based on a video still of the performance On Rotation by Gerry Bibby
at Istituto Svizzero di Roma, May 2016
Cover Image: Gina Folly
Centerfold: Amelie von Wulffen
Backcover: Martin Ebner

128 pages, color
Single copy: EUR 8, abroad EUR 10, USD 12
ISSN: 1619-2052

 

 

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