Then I would like to make a happy end for once





ARIANE MÜLLER / VERENA KATHREIN
Then I would like to make a happy end for once



Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft e.V.
Kressengartenstraße 2
D-90402 Nürnberg

06. Juli bis 09. September 2018
Eröffnung: Do 05. Juli 2018, 19 Uhr
Opening: Thurs July 05 2018, 7 pm

Then I would like to make a happy end for once ist die für den Kunstverein Nürnberg entstandene Ausstellung eines Dialogs zwischen der Fotografin Verena Kathrein und der bildenden Künstlerin und Autorin Ariane Müller, der vor zwei Jahren in Rom begann. Mit aus diesem Gespräch entwickelten, aber aus verschiedenen Medien kommenden Bildern spinnt sich dieser Dialog fort. Inhaltlich wird dem von der italienischen Feministin Carla Lonzi formulierten Wunsch nachgegangen, dass der Feminismus beim nächsten Mal keine Tragödie sein möge, sondern eine Komödie.

In diesem Sinn geht es in der Ausstellung vor allem um Auswege. Einen Ausweg zu finden wird entlang des Begriffs des Separatismo untersucht, mit dem der italienische Feminismus eine Bewegung angedacht hatte, alles, Kunst, Politik, Psychoanalyse etc. einfach zu verlassen, statt sich ewig mit und in diesen Feldern, die jahrhundertelang Strategien erdacht hatten, um Frauen auszuschließen, behaupten zu wollen. Diese Bewegung trifft sich mit dem Ziel, das auch die neapolitanische Komödienfigur Pulcinella bestimmt. Dieser Figur hat der italienische Philosoph Giorgio Agamben ein Buch gewidmet, das gleichfalls Ausgangspunkt der Ausstellung ist. Auch Pulcinella versucht, das Drama, in dem ihm gar kein Handlungsrahmen eingeräumt wird und in dem er nur an und mit sich teilnimmt, so schnell es geht zu verlassen. Diese Suche nach einem Ausweg ermöglicht es jedoch, dass nicht nur er sich selbst rettet, sondern auch die, die zuvor als handelnde Akteure auftraten.

Then I would like to make a happy end for once schließt sich der Suche dieser zwei Figuren an, etwas zu finden, das, wie das Lachen oder das Weinen, am äußersten Rand der Sprache liegt. Dort, wo es zu komisch wird, als dass man es sagen könnte oder zu traurig, als dass man es aussprechen kann.

 

Weitere Veranstaltungen

Mi 11.07.2018, 18 Uhr
Ausstellungsführung

Mi 18.07.2018, 19 Uhr
Künstlerinnengespräch mit Ariane Müller

So 29.07.2018, 15 Uhr
Ausstellungsführung